
Heutzutage ist das Thema Soziale Medien nicht mehr aus Unternehmen wegzudenken und so steigt auch die Notwendigkeit einer Online-Präsenz. Aber wie können sich Unternehmen online darstellen, um sowohl Professionalität als auch Persönlichkeit auszustrahlen?
„Was haben wir zu bieten?“
Auf den sozialen Medien ist es wichtig, die grundsätzlichen Inhalte in Säulen zu definieren, sodass man genau weiß: Für diese Information wende ich mich an genau dieses Unternehmen.
Es kann für einen Zuschauer oder vor allem für einen Kunden sehr verwirrend sein, wenn keine klare Linie dazu besteht, was man versucht zu bewerben oder zu vermarkten. Inhalte gezielt zu konzipieren und herauszufinden, wo man heraussticht und eine neue Perspektive zeigen kann, ist hierbei ausschlaggebend.
Um dies zu tun, kann man beispielsweise Rubriken erstellen, die sich in der Arbeit im Unternehmen herauskristallisiert haben, um die Dienstleistungen hervorzubringen und die Arbeit innerhalb des Teams zu reflektieren.
Zielgruppenidentifikation
Zu wissen, wen man wie ansprechen muss, ist der nächste Schritt bei der Online-Darstellung. So wird sich ein Fitness-Influencer anders auf den sozialen Medien zeigen als ein Autohaus. Fragen die hierbei wichtig sind, lauten:
- Welches Alter hat meine Zielgruppe?
- Ist die Zielgruppe, um die es sich dreht, ein anderes Unternehmen oder mögliche Kunden?
- Habe ich ein Produkt, welches ich bewerben will, eine Dienstleistung, oder etwa ein Event?
- Ist der Inhalt dementsprechend informativ, locker und lustig, oder vermittelt es Wissen?
Diese Eckdaten zu definieren, hilft dabei die Inhaltssäulen des Social-Media-Kanals konzentriert und gezielt zu erstellen, sodass man für seine Audienz, der richtige Ansprechpartner ist.

Die Plattformen geben den Ton an
Von Instagram bis hin zu Xing gibt es Verschiedenes zu beachten, denn nicht jede Plattform funktioniert auf dieselbe Art und Weise. Bei Apps wie Instagram und TikTok ist vor allem short-form Content sehr beliebt, also Videos, die zwischen zehn Sekunden und einer Minute andauern. Die Tonalität der Beiträge kann hier ein netter Mix aus informativen und etwas lustigen Inhalten sein, denn auch das kann eine der Inhaltsäulen werden.
Ein kleiner Hinweis: Gerade bei lustigen Beiträgen sollte man aufpassen, dass man den Büroalltag humorvoll, aber dennoch respektvoll darstellt und sich nicht etwa darüber lustig macht. Es geht um das Nachempfinden dieser netten Momente unter Kolleg*innen, die einem den Büroalltag vor Allem versüßen sollen.
Xing und LinkedIn sind eher darauf ausgelegt, das Netzwerk zu pflegen. Gerade hier eignen sich Beiträge, die Dienstleistungen bewerben und Events und Veranstaltungen aus der Branche ankündigen. Hat man ggf. auch bereits mit anderen Unternehmen kollaboriert, kann man auch hier auf das eigene Netzwerk und auf die gute Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aufmerksam machen.
Am Ende des Tages, darf und soll jedes Unternehmen selbst entscheiden, ob man auch lustigere Beiträge teilt oder ob man sich ausschließlich auf den informellen Content konzentriert. Ebenso, welche der Plattformen man für sich und sein Unternehmen nutzen möchte.
Trends
Social-Media lebt von Trends, welche sich ständig ändern und weiterentwickeln. Es kann sehr gut funktionieren, über aktuelle Trends zu recherchieren und diese auch umzusetzen. Dies kann vor Allem von Vorteil sein, um eine größere Reichweite zu erzielen. Jedoch finden Trends vor Allem bei den Menschen anklang, die viel Zeit auf sozialen Medien verbringen, weshalb man auch hier abwägen sollte, welche Trends das Unternehmen voranbringen und ob diese gut in die inhaltlichen Säulen passen.

Wie oft sollte man Social-Media Beiträge teilen?
Als kleinen Leitfaden empfehlen wir, es nach den einzelnen Plattformen abhängig zu machen, da man, aufgrund ihrer einzelnen Schwerpunkte, nicht jede Art von Beitrag auf jeder Plattform teilen sollte. In manchen Fällen kann man einen Instagram Post auch auf LinkedIn teilen, allerdings läuft es je nach Inhalt darauf hinaus, dass einige Plattformen häufiger bespielt werden als andere.
Im Bereich Unternehmensberatung gilt vor Allem Qualität und Relevanz über der bloßen Quantität. Natürlich spielt auch die Häufigkeit der Beiträge eine Rolle, sodass das Thema Social-Media nicht in den Hintergrund geraten sollte.
Dabei kann man sich daran orientieren, dass zwei bis drei Posts pro Woche auf Instagram o.Ä. und etwa ein- bis zwei Beiträge auf LinkedIn o.Ä. erscheinen sollten. Dies kann man als grundlegenden Rahmen betrachten, allerdings ist hier auch nichts verloren durch einen Beitrag mehr oder weniger.
Fazit
Der Umgang mit sozialen Medien ist für viele kein einfaches Thema, denn es bedarf an Zeit, die (Online-)Identität eines Unternehmens zu definieren und zu entscheiden, wie man soziale Medien nutzen möchte. Gerade wenn wenig Zeit und Kapazität für die Social-Media Nutzung besteht und man sich nur nebenher darum kümmert, gerät das Thema gerne in Vergessenheit. Es lohnt sich also, Personen im Team zu haben, die sich in diesem Bereich auskennen und vollkommen darauf fokussiert sind.
Auch auf der Unternehmenswebsite ist es von Vorteil, die einzelnen Plattformen zu verlinken. So können mögliche Kund*innen und Jobinteressierte direkt Zugriff darauf bekommen und sich so ein nuanciertes Bild des Unternehmens machen.

Autorin: Lea Bojko
Consulting Analyst
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